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Limonade, Sport- und Energydrinks: Warum auch Zuckerfreies Zähne angreift

Limonade, Sportgetränke und Saft greifen durch Säure die Zähne an, auch ohne Zucker. Wie Erosion entsteht, wie man die Zähne beim Trinken schont und wann zum Zahnarzt.

Auf einen Blick

  • Limonade und Sportgetränke greifen Zähne an, auch zuckerfreie
  • Wenn, dann zu einer Mahlzeit und mit Strohhalm
  • Nicht sofort danach putzen. Etwa 1 Stunde warten

Je älter Kinder werden, desto öfter kaufen sie sich selbst Limonade oder Sportgetränke. „Ist ja zuckerfrei, also kein Problem", denkt man schnell. Für die Zähne ist aber Säure genauso ein Problem wie Zucker. Hier lesen Sie, wie saure Getränke den Zähnen schaden und wie man sie, wenn überhaupt, besser trinkt. Sie können den Text auch gemeinsam mit Ihrem Kind lesen.

Warum Zähne auch ohne Zucker angegriffen werden

Karies und Zahnerosion sehen ähnlich aus, entstehen aber auf unterschiedliche Weise:

Limonade, Sportgetränke, Energydrinks und Fruchtsaft sind alle sauer. Auch zuckerfreie Getränke tragen den Zahn also genauso ab, solange sie Säure enthalten. „Zero" oder „zuckerfrei" heißt nicht, dass ein Getränk zahnfreundlich ist.

Tückisch an der Erosion ist, dass sie leise und langsam fortschreitet. Anfangs tut nichts weh, man bemerkt sie kaum. Ist sie weiter fortgeschritten, zeigen sich Veränderungen:

Und: Ist der Zahnschmelz einmal abgetragen, wächst er nicht nach. Am besten ist es deshalb, gute Gewohnheiten zu schaffen, bevor etwas abgetragen wird.

Bei Erosion zählt nicht nur die Menge, sondern auch die Art, wie getrunken wird. Wird dieselbe Dose zügig ausgetrunken, haben die Zähne nur kurz Kontakt mit der Säure. Steht sie auf dem Schreibtisch und es wird lange daran genippt, baden die Zähne die ganze Zeit in Säure.

So leiden die Zähne beim Trinken weniger

Als Alltagsgetränk reichen Wasser oder Milch. Auch nach dem Sport reicht meist Wasser. Sportgetränke müssen nicht aus Gewohnheit nach jedem Training sein.

Trinkt Ihr Kind trotzdem ein saures Getränk, dann so:

  1. Zu einer Mahlzeit und zügig austrinken. Beim Essen fließt viel Speichel, der die Säure wegspült.
  2. Nicht lange mit sich herumtragen und daran nippen.
  3. Mit Strohhalm trinken, damit das Getränk die Zähne weniger berührt.
  4. Danach den Mund mit Wasser ausspülen.
  5. Nicht sofort danach putzen, sondern etwa 1 Stunde warten.

Warum nicht gleich putzen? Direkt nach dem Säurekontakt ist die Zahnoberfläche kurz aufgeweicht. Schrubbt man dann mit der Bürste, wird die geschwächte Oberfläche leichter abgetragen. Besser ist es, mit Wasser zu spülen und erst nach etwa 1 Stunde zu putzen.

Energydrinks werden für Kinder nicht empfohlen. Nicht nur, weil die Säure den Zähnen schadet: Sie sind einfach kein Getränk für Kinder.

Ein häufiger Fehler ist, statt Limonade beruhigt Fruchtsaft zu geben. Auch Fruchtsaft ist sauer und belastet die Zähne, wenn er oft und lange getrunken wird. Wenn Saft, dann nach denselben Regeln wie Limonade: zu einer Mahlzeit und zügig.

Sucht sich Ihr Kind seine Getränke schon selbst aus, hält eine Erklärung länger als ein reines Verbot. Schon zwei Sätze verändern, wie es auswählt: „Auch ohne Zucker löst Säure den Zahn auf" und „Abgetragener Zahn wächst nicht nach." Hilfreich ist auch, die gute Wahl leicht zu machen, etwa mit einer Wasserflasche im Rucksack oder Wasser und Milch ganz vorn im Kühlschrank.

Häufige Fragen

Ist zuckerfreie Limonade nicht in Ordnung?

Die Kariesgefahr kann sinken, die Erosion bleibt aber. Sie entsteht durch Säure, nicht durch Zucker. Achten Sie deshalb auch bei zuckerfreien Getränken darauf, wie oft und wie getrunken wird.

Braucht mein Kind nach dem Sport nicht ein Sportgetränk?

Auch nach dem Sport reicht Wasser. Sportgetränke sind ebenfalls sauer und belasten die Zähne, wenn sie jedes Mal getrunken werden.

Ist es nicht sauberer, gleich nach dem Trinken zu putzen?

Direkt nach dem Säurekontakt ist die Zahnoberfläche kurz geschwächt und wird beim Schrubben leichter abgetragen. Spülen Sie zuerst mit Wasser und putzen Sie nach etwa 1 Stunde.

Erholt sich ein schon abgetragener Zahn wieder?

Abgetragener Zahnschmelz wächst nicht nach. Deshalb ist es wichtig, weiteren Abtrag zu verhindern. Fallen Ihnen Veränderungen auf, lassen Sie den Zustand in der Zahnarztpraxis prüfen und besprechen Sie die Pflege.

Bei diesen Veränderungen zum Zahnarzt

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Quellen

Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.

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