HPV-Impfung und Mundgesundheit: Schutz vor Krebs in Mund und Rachen
HPV verursacht auch Krebs hinten im Mund und im Rachen. Warum die USA die Impfung mit 11 bis 12 Jahren für Jungen und Mädchen empfehlen und welche Zeichen Sie zeigen sollten.
Auf einen Blick
- HPV ist eine Hauptursache für Oropharynxkrebs
- Die Impfung wird mit 11 bis 12 Jahren empfohlen, für Jungen und Mädchen
- Eine wunde Stelle oder ein Knoten im Mund, der zwei Wochen bleibt, gehört untersucht
Bei der HPV-Impfung denken viele an die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs für Mädchen. Sie hat aber auch mit der Gesundheit von Mund und Rachen zu tun, deshalb unterstützen auch Zahnärzte die Impfung. Hier lesen Sie, warum eine Impfung zum Zahnthema wird und wann sie wem empfohlen wird. Sie können den Text auch gemeinsam mit Ihrem Kind lesen und darüber sprechen.
HPV kann auch Mund und Rachen betreffen
Humane Papillomviren (HPV) sind sehr verbreitete Viren. Meist wird der Körper selbst damit fertig, manche bleiben aber lange und können Krebs verursachen.
Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs. HPV kann aber auch Oropharynxkrebs verursachen, der hinten im Mund und im Rachen entsteht. Der Oropharynx ist der Bereich, den man bei geöffnetem Mund tief hinten sieht: hinterer Teil der Zunge, Mandeln und die Gegend um das Zäpfchen. Anders als Gebärmutterhalskrebs betrifft Oropharynxkrebs also Jungen wie Mädchen.
Deshalb empfehlen die American Dental Association (ADA) und die US-Gesundheitsbehörde CDC die HPV-Impfung. Auch die Zahnmedizin, die den Mund im Blick hat, unterstützt sie.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt die Impfung mit 11 bis 12 Jahren für Jungen und Mädchen (Beginn ab 9 Jahren möglich). Dieses Alter hat einen Grund. Sie wirkt am besten, wenn sie vor jedem Kontakt mit dem Virus gegeben wird. In diesem Alter ist ein Kontakt noch sehr unwahrscheinlich, deshalb ist es ein guter Zeitpunkt. „Ist das nicht noch zu früh?", mag man denken. Doch gerade das frühzeitige Impfen ist der Kern der Sache. Wer in staatliche Impfprogramme einbezogen ist und in welchem Alter, ist von Land zu Land verschieden. Informieren Sie sich über die Empfehlungen in Ihrem Land.
So prüfen Sie den Impfplan
- Schauen Sie zuerst im Impfpass nach, ob Ihr Kind gegen HPV geimpft ist.
- Wenn nicht, besprechen Sie in der Kinderarztpraxis einen Termin. Dort erfahren Sie auch, wie oft und wann geimpft wird.
- Die Impfung wird für Jungen und Mädchen empfohlen. Bei einem Sohn also nicht mit „betrifft uns nicht" abtun.
Erklären Sie Ihrem Kind in Ruhe, warum es geimpft wird. Keine Spritzen zu mögen, ist ganz natürlich. Statt Angst zu machen, erklären Sie es einfach, etwa: „Diese Spritze schützt dich vor einer Krankheit, die du später bekommen könntest." Hat Ihr Kind viele Fragen, darf es sie auch selbst dem Kinderarzt stellen.
Sprechen Sie neben der Impfung auch über Gewohnheiten, die den Mund gesund halten. Rauchen ist ein großer Risikofaktor für Erkrankungen in Mund und Rachen. Reden Sie frühzeitig darüber, damit Ihr Kind als Jugendlicher nicht mit Zigaretten oder E-Zigaretten anfängt.
Ein häufiges Missverständnis lautet: „Geimpft, also braucht es keine Kontrollen." Die Impfung hilft, HPV-bedingten Erkrankungen vorzubeugen, ersetzt aber nicht den Blick auf andere Veränderungen im Mund. Bei regelmäßigen Kontrollen schaut die Zahnärztin oder der Zahnarzt nicht nur auf die Zähne, sondern auch auf die Mundschleimhaut.
Auch zu Hause können Sie etwas tun. Ermuntern Sie Ihr Kind, beim Putzen ab und zu im Spiegel Oberseite und Ränder der Zunge, Wangeninnenseiten, Gaumen und Zahnfleisch anzuschauen. Wer weiß, wie der eigene Mund normalerweise aussieht, bemerkt Veränderungen schnell. Die meisten wunden Stellen im Mund heilen innerhalb weniger Tage von selbst. Wichtig ist, solche, die lange bleiben, nicht zu übergehen.
Häufige Fragen
Sollten auch Jungen gegen HPV geimpft werden?
Ja, die Impfung wird für Jungen und Mädchen empfohlen. HPV kann bei beiden Erkrankungen wie Oropharynxkrebs verursachen. Ob Jungen in ein staatliches Impfprogramm einbezogen sind, ist von Land zu Land verschieden. Informieren Sie sich über die Empfehlungen in Ihrem Land.
Wir haben 11 bis 12 Jahre verpasst. Ist es jetzt zu spät?
Ist Ihr Kind noch nicht geimpft, besprechen Sie in der Kinderarztpraxis einen Termin. Je nach Alter kann das Impfschema anders sein, die Ärztin oder der Arzt berät Sie dazu.
Warum spricht die Zahnarztpraxis über eine Impfung?
Weil HPV Oropharynxkrebs verursacht, der hinten im Mund und im Rachen entsteht. Deshalb unterstützt auch die Zahnmedizin die Impfung, und bei Kontrollen wird die Mundschleimhaut mit untersucht.
Eine wunde Stelle im Mund heilt nicht richtig.
Entzündungen im Mund heilen meist von selbst. Bleibt aber eine wunde Stelle oder ein Knoten 2 Wochen oder länger, zeigen Sie es in der Zahnarztpraxis.
Sprechen Sie in diesen Fällen mit Zahnarzt oder Kinderarzt
- Eine wunde Stelle in Mund oder Rachen heilt 2 Wochen oder länger nicht ab
- Ein tastbarer Knoten in Mund oder Rachen bleibt länger als 2 Wochen unverändert
- Sie sind nicht sicher, ob Ihr Kind gegen HPV geimpft ist (Kinderarztpraxis)
- Sie haben Fragen zum Impfplan oder zur Wirkung (Zahnarzt oder Kinderarzt)
Zur richtigen Zeit erinnert werden
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Quellen
- ADA · Statement on Human Papillomavirus and Squamous Cell Cancers of the Oropharynx (2018)
- CDC · HPV Vaccination Recommendations (2021)
- KDCA · 예방접종도우미: HPV 국가예방접종 안내 (2026)
Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.