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Fluorid-Mundspülung ab 6 Jahren: Für wen sie sinnvoll ist und wie sie geht

Ab 6 Jahren, wenn Ihr Kind ausspucken kann, ergänzt eine Fluorid-Mundspülung den Kariesschutz. Für wen sie sinnvoll ist, wie man spült und wie man sie aufbewahrt.

Auf einen Blick

  • Ab 6 Jahren, sobald Ihr Kind ausspucken kann, ohne zu schlucken
  • Eine Minute spülen, dann 30 Minuten nichts essen oder trinken
  • Die Spülung außer Reichweite von Kindern aufbewahren

Kommt das Kind in die Schule, fragen viele Eltern: „Sollte es jetzt auch mit Fluorid spülen?" Nicht jedes Kind braucht eine Fluorid-Mundspülung. Für Kinder, die leicht Karies bekommen, kann sie aber eine gute Ergänzung sein. Hier lesen Sie Schritt für Schritt, ab wann, für wen und wie sie angewendet wird.

Wobei hilft eine Fluorid-Mundspülung?

Fluorid härtet die Zahnoberfläche und beugt so Karies vor. Beim Spülen erreicht das Fluorid jeden Winkel der Zahnflächen und ergänzt damit, was das Zähneputzen allein vielleicht nicht schafft.

Sie bleibt aber ein zusätzliches Mittel. Die Grundlage der Kariesvorbeugung ist weiterhin, 2-mal täglich mit Fluorid-Zahnpasta zu putzen, und die regelmäßige Fluoridanwendung in der Zahnarztpraxis. Klappt das gut und hat Ihr Kind kaum Karies, braucht es nicht unbedingt zusätzlich eine Spülung.

Empfohlen wird sie für Kinder mit höherem Kariesrisiko, zum Beispiel:

Vor 6 Jahren wird sie nicht empfohlen. Kleine Kinder können Flüssigkeit im Mund oft nicht ausspucken und schlucken sie leicht. Außerdem reichen in diesem Alter Fluorid-Zahnpasta und die regelmäßige Fluoridanwendung in der Zahnarztpraxis aus. Neben dem Alter ist also entscheidend, ob Ihr Kind ausspucken kann, ohne zu schlucken. Klappt das Ausspucken mit über 6 Jahren noch nicht so gut, dürfen Sie gern noch etwas warten.

So wird geübt und angewendet

Üben Sie zuerst mit klarem Wasser, bevor Sie die Spülung geben.

  1. Lassen Sie Ihr Kind einen Schluck Wasser in den Mund nehmen, im Mund hin und her bewegen und ins Waschbecken spucken. Probieren Sie es ein paar Mal und achten Sie darauf, dass nichts geschluckt wird.
  2. Klappt das Ausspucken gut, geben Sie 1-mal täglich eine Spülung mit 0,05 % Fluorid. Ein Erwachsener misst die Menge laut Packungsangabe ab und füllt sie in einen Becher.
  3. 1 Minute lang in alle Ecken des Mundes spülen, dann ausspucken. Ein kurzes Lied oder eine Sanduhr hilft Kindern, die Zeit einzuhalten.
  4. Nach dem Ausspucken nicht mit Wasser nachspülen. Das Fluorid, das auf den Zähnen bleibt, soll ja wirken.
  5. Nach dem Spülen 30 Minuten lang nichts essen oder trinken.

Eine feste Uhrzeit jeden Tag hilft, dass es nicht vergessen wird. Und auch mit Spülung bleibt das Putzen mit Fluorid-Zahnpasta 2-mal täglich genau gleich. Die Spülung ersetzt das Zähneputzen nicht, denn Beläge direkt abbürsten kann nur die Zahnbürste.

Ein häufiger Fehler ist, das Kind selbst aus der Flasche eingießen zu lassen. Dann schwankt die Menge, und jüngere Geschwister trinken vielleicht mit. Die Menge sollte immer ein Erwachsener abmessen.

Häufige Fragen

Mein Kind putzt schon mit Fluorid-Zahnpasta. Ist Spülung zusätzlich nicht zu viel Fluorid?

Kann Ihr Kind ausspucken, nimmt es die vorgegebene Menge und schluckt nichts, dient die Spülung als Ergänzung zum Putzen. Ob sie wirklich nötig ist und welche Stärke passt, hängt aber vom Kariesrisiko Ihres Kindes ab. Sprechen Sie vor dem Start mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.

Darf mein Kind nach dem Spülen mit Wasser nachspülen?

Besser nicht. Wasser spült das Fluorid weg, das auf der Zahnoberfläche bleiben soll. Ist der Geschmack ungewohnt und fällt es Ihrem Kind schwer, üben Sie zuerst mit Wasser das Spülen und Ausspucken und verwenden Sie das Produkt in der Menge und Dauer, die auf der Packung stehen. Ist 1 Minute noch zu schwer, besprechen Sie mit der Zahnarztpraxis, wann Sie beginnen.

Das jüngere Geschwisterkind will mitmachen. Darf es die Spülung auch benutzen?

Unter 6 Jahren wird sie nicht empfohlen. Kleine Kinder schlucken sie leicht, und in diesem Alter reichen Fluorid-Zahnpasta und die Fluoridanwendung in der Praxis aus. Üben Sie mit dem jüngeren Kind einfach das Ausspucken mit klarem Wasser.

Mein Kind hat gerade eine Zahnspange bekommen. Ist eine Spülung sinnvoll?

Kinder mit Zahnspange haben ein höheres Kariesrisiko, deshalb wird die Spülung hier oft empfohlen. Zuerst kommt das gründliche Putzen rund um die Spange. Ob zusätzlich gespült werden soll, fragen Sie bei den regelmäßigen Kontrollen während der Behandlung.

Sprechen Sie in diesen Fällen zuerst mit der Zahnarztpraxis

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Quellen

Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.

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