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Zähneknirschen im Schlaf: Ursachen, Beobachten und wann zum Arzt

Zähneknirschen ist bei Kindern häufig und lässt meist mit dem Alter nach. Ursachen, Beobachten zu Hause, warum keine Schiene auf eigene Faust und wann Schnarchen zählt.

Auf einen Blick

  • Knirschen im Schlaf ist häufig und lässt mit dem Alter nach
  • Keine gekaufte Schiene auf eigene Faust anpassen
  • Atemaussetzer im Schlaf? Bald zum Kinderarzt

Hören Sie mitten in der Nacht aus dem Kinderzimmer ein knirschendes Geräusch, erschrecken Sie wahrscheinlich. Werden die Zähne nicht ganz abgerieben? Fehlt dem Kind vielleicht etwas? Hier lesen Sie, warum Kinder mit den Zähnen knirschen, wann Beobachten reicht und wann ärztlicher Rat nötig ist.

Warum Kinder mit den Zähnen knirschen

Zähneknirschen im Schlaf entsteht, weil sich die Kaumuskeln im Schlaf von selbst bewegen. Man sieht es weniger als Krankheit, sondern als Muskelaktivität im Schlaf. Im Kindesalter ist es am häufigsten und wird mit dem Alter seltener. Wie stark und wie lange, ist von Kind zu Kind sehr verschieden.

Eine einzelne Ursache lässt sich nicht benennen. Studien deuten darauf hin, dass Atemprobleme im Schlaf wie Schnarchen, Ängste und unregelmäßige Schlafgewohnheiten zusammen eine Rolle spielen. Meist zeigt sich aber nur ein Zusammenhang. Gerade bei kleinen Kindern ist der Zusammenhang mit Stress nach Ansicht mancher Fachleute nicht eindeutig.

Früher glaubte man, Knirschen ruiniere die Zähne, und eine Aufbissschiene sei auf jeden Fall nötig. Heute gilt es meist als häufiges Phänomen, das man beobachtet, und es wird von Kind zu Kind entschieden. Oft ist das Ergebnis, dass keine besondere Behandlung nötig ist. Für eine Behandlung des Zähneknirschens bei Kindern mit Medikamenten gibt es keine Belege.

Ein weiterer verbreiteter Irrtum lautet: „Knirschen heißt Schlafapnoe.“ Zähneknirschen tritt oft zusammen mit Schnarchen und Schlafapnoe auf, doch Knirschen bedeutet nicht, dass ein Kind Schlafapnoe hat. Deshalb ist es wichtig, neben dem Geräusch auch auf die Atmung zu achten.

So beobachten Sie zu Hause

Ist nur das Geräusch zu hören und isst, spielt und lebt Ihr Kind tagsüber ganz normal, reicht es meist, zu beobachten.

  1. Achten Sie ein paar Nächte lang neben dem Knirschen darauf, ob Ihr Kind schnarcht, mit offenem Mund schläft oder Atemaussetzer hat, und notieren Sie es.
  2. Fragen Sie morgens, ob der Kiefer oder der Kopf wehtut.
  3. Halten Sie feste Schlafenszeiten ein und verringern Sie die Bildschirmzeit vor dem Schlafen. Lassen Sie den Tag stattdessen mit gedimmtem Licht, einem Buch oder einem ruhigen Gespräch ausklingen.
  4. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind gerade etwas beunruhigt oder belastet, und hören Sie ihm zu.
  5. Erzählen Sie der Zahnarztpraxis bei der regelmäßigen Kontrolle, was Sie notiert haben.

Kaufen Sie keine Schiene und setzen Sie sie nicht auf eigene Faust ein. Im Mund eines Kindes verändert sich ständig etwas, weil Zähne ausfallen und neue kommen, und eine unpassende Schiene kann eher stören. Ob eine Schiene nötig ist, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt.

Sie müssen Ihr schlafendes Kind auch nicht wachrütteln oder mit „Hör auf zu knirschen“ schimpfen. Es passiert im Schlaf, deshalb kann Ihr Kind es kaum selbst steuern und erinnert sich meist nicht daran. Statt morgens vorzuhalten „Du hast heute Nacht geknirscht“, fragen Sie lieber, ob es gut geschlafen hat, und achten Sie darauf, wie es ihm geht.

Häufige Fragen

Werden die Zähne vom Knirschen nicht ganz abgerieben?

Dass sich Kinderzähne abnutzen, kann außer dem Knirschen viele Gründe haben. Allein vom Geräusch lässt sich nicht auf Schäden an den Zähnen schließen. Splittert aber ein Zahn ab, ist er empfindlich oder sichtbar abgenutzt, lassen Sie es in der Zahnarztpraxis prüfen.

Wann hört das Knirschen auf?

Oft wird es mit dem Alter seltener, doch wann, ist von Kind zu Kind verschieden. Beobachten Sie die Entwicklung gemeinsam bei den regelmäßigen Kontrollen.

Knirscht mein Kind wegen Stress?

Ängste können eine Rolle spielen, sind aber nicht die einzige Ursache. Es lohnt sich, auch Schlafgewohnheiten und die Atmung im Schlaf anzuschauen.

Wäre eine Aufbissschiene nicht besser?

Bei manchen Kindern erwägt die Zahnarztpraxis eine Schiene, doch bei einem wachsenden Gebiss wird das sorgfältig entschieden. Setzen Sie keine gekaufte Schiene auf eigene Faust ein, sondern sprechen Sie mit der Zahnarztpraxis.

Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten

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Quellen

Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.

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