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Zahnärztlich geprüftBaby (erstes Jahr)

Aus dem Becher trinken lernen: Wann anfangen, wann die Flasche abgewöhnen?

Mit 6 bis 9 Monaten trinken Babys mit Hilfe aus dem Becher. Welcher Becher passt, entspannt üben trotz Kleckern und die Flasche spätestens mit 18 Monaten abgewöhnen.

Auf einen Blick

  • Mit einem Strohhalmbecher oder offenen Becher üben
  • Spätestens mit 18 Monaten Abschied von der Flasche
  • Keinen Becher mit Saft oder süßen Getränken herumtragen

Reichen Sie einem Flaschenbaby einen Becher, wird meist gekleckert, gespuckt und gespielt. Da liegt der Gedanke nahe, es sei noch zu früh, und man verschiebt es. Doch je früher das Üben mit dem Becher beginnt, desto leichter fällt später der Abschied von der Flasche. Hier lesen Sie, wann, mit welchem Becher und wie Sie am besten üben.

Warum das Üben mit dem Becher auch für die Zähne wichtig ist

Mit 6 bis 9 Monaten können Babys aus einem Becher trinken, wenn Sie beim Halten helfen. Anfangs geht die Hälfte daneben. Gewöhnt sich Ihr Baby aber jetzt an den Becher, fällt der Abschied von der Flasche um den ersten Geburtstag viel leichter.

Wird die Flasche lange benutzt, schleichen sich leicht Gewohnheiten ein, die den Zähnen schaden. Etwa wenn Ihr Kind eine Flasche mit süßem Getränk herumträgt und ständig daran nippt, oder wenn es zum Einschlafen immer die Flasche verlangt. Dann sind die Zähne lange dem Zucker ausgesetzt, und das Kariesrisiko steigt. Vor allem im Schlaf fließt weniger Speichel, der den Mund spülen könnte. Das Einschlafen mit der Flasche ist deshalb eine Hauptursache für Karies an den Schneidezähnen.

Deshalb ist das Ziel, um 12 Monate mit dem Abgewöhnen der Flasche zu beginnen und spätestens mit 18 Monaten fertig zu sein.

Empfohlen werden Strohhalmbecher und offene Becher. Schnabelbecher funktionieren beim Saugen ähnlich wie eine Flasche und werden so leicht zu einer weiteren Flasche, die später wieder abgewöhnt werden muss. Üben Sie von Anfang an mit Strohhalmbecher oder offenem Becher, müssen Sie nur einmal umstellen.

Kleckern ist erlaubt: So üben Sie

Für die ersten Versuche gehen Sie am besten so vor:

  1. Setzen Sie Ihr Baby zur Mahlzeit aufrecht in den Stuhl und binden Sie ihm ein Lätzchen um.
  2. Geben Sie nur ein wenig Wasser oder Säuglingsnahrung in einen kleinen offenen Becher, gerade so viel, dass der Boden bedeckt ist.
  3. Halten Sie den Becher gemeinsam, setzen Sie ihn an die Lippen Ihres Babys und kippen Sie ihn ganz langsam.
  4. Nach einem Schluck machen Sie eine kurze Pause und versuchen es dann wieder. Lassen Sie sich Zeit, damit sich Ihr Baby nicht verschluckt.
  5. Klappt es besser, lassen Sie Ihr Baby die Griffe halten und stützen nur noch den Boden.

Für einen Strohhalmbecher braucht Ihr Baby Kraft zum Saugen, deshalb klappt es anfangs vielleicht nicht. Hat es den Strohhalm im Mund, kippen oder drücken Sie den Becher leicht, damit etwas Wasser kommt. So hat es den Dreh schnell heraus.

Kleckern gehört zum Üben dazu. Bereiten Sie alles so vor, dass nasse Kleidung und ein nasser Boden kein Problem sind, und loben Sie Ihr Baby ausgiebig, wenn ein Schluck gelingt.

Ab dem ersten Geburtstag ersetzen Sie die Flasche nach und nach durch den Becher. Beginnen Sie mit den Flaschen am Tag und lassen Sie die Flasche, an der Ihr Baby am meisten hängt, die Flasche zum Einschlafen, zuletzt weg. Wenn Sie die Abendflasche abgewöhnen, geben Sie die Mahlzeit etwas entfernt vom Bett und stellen Sie den Ablauf um: erst trinken, dann Zähne putzen, dann schlafen.

Beim Abgewöhnen der Flasche passieren Eltern oft diese Fehler:

Dass Ihr Baby beim Abgewöhnen der Flasche quengelt, ist ganz natürlich. Nehmen Sie es in den Arm, spielen Sie mit ihm und geben Sie ihm den Trost, den die Flasche gespendet hat, auf andere Weise.

Häufige Fragen

Ab wann kann ich mit dem Becher üben?

Etwa ab dem Beikoststart können Sie es versuchen. Mit 6 bis 9 Monaten kann Ihr Baby mit Hilfe trinken. Lassen Sie es also bei den Mahlzeiten nach und nach probieren.

Was ist besser: Strohhalmbecher oder offener Becher?

Beide werden empfohlen. Beginnen Sie mit dem, was Ihrem Baby leichter fällt, und lassen Sie es möglichst beide kennenlernen. Meiden Sie nur Schnabelbecher.

Was kommt in den Becher?

Wasser, Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Vor 12 Monaten gibt es keinen Fruchtsaft, und auch danach sollte Ihr Kind keinen Becher mit süßen Getränken herumtragen.

Die Flasche zum Einschlafen bekomme ich einfach nicht weg.

Die Abendflasche zuletzt abzugewöhnen ist ganz natürlich. Bauen Sie zuerst die Flaschen am Tag ab und halten Sie abends den Ablauf ein: nach dem Trinken Zähne putzen, dann schlafen. So reduzieren Sie langsam.

Wann Sie sich beraten lassen sollten

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Quellen

Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.

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