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Sind Sedierung oder Vollnarkose beim Zahnarzt sicher? Studien und wichtige Fragen

Viele Studien fanden nach einer kurzen Narkose keinen IQ-Unterschied. Was Sie zur Studienlage wissen, welche Sicherheitsfragen Sie stellen und wie Sie den Tag vorbereiten.

Auf einen Blick

  • Studien: eine kurze Narkose machte beim IQ keinen Unterschied
  • Fragen Sie, wer Ihr Kind überwacht und welche Notfallausrüstung bereitsteht
  • Kein Beruhigungsmittel zum Geben zu Hause annehmen

Hat ein Kind viel Karies oder ist es zu jung, um eine Behandlung durchzustehen, kann die Zahnarztpraxis eine Sedierung oder Vollnarkose vorschlagen. Viele Eltern fragen sich dann: „Schadet eine Narkose in so jungem Alter dem Gehirn?“ Hier lesen Sie Schritt für Schritt, was Studien bisher zeigen und was Sie prüfen sollten, wenn Ihnen eine Narkose vorgeschlagen wird.

Narkose und Gehirnentwicklung: Was bisher bekannt ist

Ausgangspunkt der Sorge ist eine Warnung der US-Arzneimittelbehörde (FDA) aus dem Jahr 2016. Darin hieß es, dass wiederholte oder lange (mehr als 3 Stunden) Anwendung von Narkosemitteln bei Kindern unter 3 Jahren die Gehirnentwicklung beeinflussen kann. Die Warnung stützte sich vor allem auf Tierstudien, und was sie für Menschen bedeutet, war unklar. In derselben Mitteilung erklärte die FDA auch, dass eine einzelne, kurze Anwendung Verhalten oder Lernen wahrscheinlich nicht schadet.

Danach folgten große Studien an Menschen:

Zusammengefasst: Die heutige Sorge betrifft vor allem wiederholte oder lange Narkosen in jungem Alter, und viele Studien fanden nach einer kurzen, einmaligen Narkose keinen Unterschied beim IQ. Diese Ergebnisse garantieren aber nicht, dass jede Sedierung oder Narkose sicher ist. Deshalb ist es wichtig, die Sicherheitsmaßnahmen unten zu prüfen. Dass ein bestimmtes Medikament besonders sicher wäre, ist nicht belegt.

Wichtig ist außerdem: Die Tiefe einer Sedierung ist fließend. Auch wenn eine leichte Sedierung geplant ist, kann sie bei manchen Kindern tiefer werden. Deshalb kommt es für die Sicherheit weniger auf das Medikament an als darauf, wer Ihr Kind überwacht und mit welchen Geräten.

Wird es vorgeschlagen: So prüfen Sie und bereiten sich vor

Notieren Sie sich für das Beratungsgespräch die folgenden Fragen. Es ist selbstverständlich, sie zu stellen.

Am Tag der Behandlung gehen Sie so vor:

  1. Halten Sie sich genau an die Nüchternheitsregeln der Praxis. Nach Empfehlung der AAPD gilt: klare Flüssigkeiten bis 2 Stunden vorher, Muttermilch bis 4 Stunden vorher, Säuglingsnahrung, Milch oder eine leichte Mahlzeit bis 6 Stunden vorher. Mit leerem Magen sinkt das Risiko, dass Erbrochenes während der Narkose in die Atemwege gelangt.
  2. Verlassen Sie den Behandlungsbereich nicht, solange Ihr Kind sediert ist.
  3. Fahren Sie wenn möglich mit 2 Erwachsenen nach Hause: Einer fährt, der andere achtet nur auf die Atmung Ihres Kindes.
  4. Eine erwachsene Person sollte bei Ihrem Kind bleiben, bis es sich ganz erholt hat. Schläft Ihr Kind zu Hause ein, legen Sie es auf die Seite und prüfen Sie häufig, ob es gut atmet. Wirkt die Atmung nicht richtig oder lässt es sich nicht leicht wecken, rufen Sie sofort den Notruf.

Häufige Fragen

Kann ich die Behandlung nicht aufschieben, um die Narkose zu vermeiden?

Es ist gut zu fragen, ob es Möglichkeiten zum Aufschieben gibt. Wird aber zu lange gewartet, steigen das Risiko für Schmerzen und Entzündungen. Entscheiden Sie gemeinsam mit dem Behandlungsteam, was zum Zustand Ihres Kindes passt.

Mein Kind ist leicht erkältet. Kann der Termin trotzdem stattfinden?

Husten oder Schnupfen können die Atemwege belasten. Gehen Sie nicht einfach wie geplant hin, sondern sagen Sie der Praxis vor der Behandlung Bescheid und besprechen Sie, ob verschoben werden soll.

Was, wenn mehrere Narkosen nötig sein sollen?

Fragen Sie, ob die Behandlung in einem Termin abgeschlossen werden kann und warum sie aufgeteilt werden muss. Die Ursache der kleinen Unterschiede nach mehreren Narkosen ist unklar. Besprechen Sie Notwendigkeit und Anzahl deshalb gründlich mit dem Behandlungsteam.

Was ist der Unterschied zwischen Sedierung und Vollnarkose?

Bei einer Sedierung wird Ihr Kind mit Medikamenten entspannt und schläfrig, bei einer Vollnarkose wird es behandelt, während es ganz schläft. In beiden Fällen gilt: Je tiefer, desto wichtiger sind eigenes Überwachungspersonal und Geräte.

Wann Sie sich sofort an das Behandlungsteam wenden sollten

Zur richtigen Zeit erinnert werden

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Quellen

Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine zahnärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt über die Situation Ihres Kindes.

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